Lieferkette

Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette

Die Konzernkonzentration – in Produzentenländern wie in Deutschland – ist alarmierend und führt zu prekären Arbeitsbedingungen. Entlang und am Ende der Lieferkette stehen immer weniger Handelskonzerne, die in Deutschland Lebensmittel anbieten. Edeka, Rewe, Lidl/Kaufland und Aldi vereinigen 85 Prozent Marktanteil auf sich und beeinflussen damit erheblich indirekt die Arbeitsbedingungen von Millionen Beschäftigten. Auch die Ausbeutung von Arbeitskräften ist nicht nur am Anfang der Lieferkette traurige Realität: „In Deutschland alarmiert insbesondere die Verantwortungsflucht der tarifgebundenen Unternehmen Edeka und Rewe. Durch Ausgründung an selbstständige Kaufleute entstehen nahezu betriebsratsfreie und tariflose Bereiche, in denen Kaufleute nach eigenem Ermessen über die Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten entscheiden“, so Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Leiterin des Fachbereichs Handel.

Deutschland ist Fruchtsaft-Weltmeister und größter Abnehmer von Orangensaft aus Brasilien. Eine Studie der Christlichen Initiative Romero (CIR) und ver.di stellt die gesamte Orangensaft-Lieferkette von den Plantagen Brasiliens bis in die deutschen Supermärkte dar und deckt prekäre Arbeitsbedingungen auf.

Im Vi­sier: Oran­gen­saft bei Ede­ka, Re­we, Lid­l, Al­di & Co. - Blind für Ar­beits­rech­te
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  • 17.02.2014 ZDF

    Frontal 21 berichtete am 03.02.2014 über skandalöse Leiharbeitspraktiken bei Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen.


    Jahr für Jahr macht der Lebensmittelkonzern Millionengewinne, doch das geschieht offenbar auf dem Rücken der Mitarbeiter.

  • 19.11.2013 ver.di TV

    ver.di TV berichtete am 16.10.2013 über die Übergabe der Orangensaftstudie an EDEKA



    Dazu war Orangenpflückerin Cicera Coltro aus Brasilien angereist um in der Hamburger Konzernzentrale der EDEKA auf ihre Situation am Ende der Lieferkette aufmerksam zu machen. Der Bericht zeigt die Übergabe und die erste Etappe der Deutschlandrundreise,...

  • 17.11.2013 SWR

    Beitrag gesendet am 17.10.2013 bei SWR



    Nicole Florié berichtet über den Zusammenhang deutscher Einzelhandelskonzerne und den Arbeitsbedingungen brasilianischer Orangenpflücker*innen. Auch die Rolle des Konsumenten wird dabei beleuchtet.

  • 15.11.2013 Harzkurier

    Artikel erschienen am 10.10.2013 auf www.harzkurier.de

    Osterode Gewerkschaft Ver.di klagt über Ausbeutung bei einigen Edeka-Märkten im Landkreis. Rechtmäßige Leistungen werden verweigert.

    „Wir lieben Lebensmittel“ verkündet der Werbe-Slogan der Edeka-Supermärkte. Die in den Märkten Beschäftigen bekommen dagegen weniger Liebe zu spüren als vielmehr Druck und Ausbeutung,...

  • 11.11.2013 tagesspiegel.de

    Ohne Schutz

    Wie in Brasilien Orangensaft hergestellt wird

    Artikel erschienen am 09.10.2013 auf www.tagesspiegel.de

    Eine Studie der Christlichen Initiative Romero berichtet von unfairen Löhnen und mangelndem Arbeitsschutz. Die Organisation fordert die deutschen Supermärkte und Discounter zum Handeln auf.

    Der komplette Artikel ist hier nachzulesen:

  • 09.11.2013 ver.di TV

    Beitrag und Artikel von ver.di TV vom 9.10.2013 über die Orangenpflückerin Cicera Coltro



    Deutschland ist weltweit der größte Abnehmer von Orangensaft aus Brasilien. Und das hat Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen von rund einer halben Million Beschäftigten, auf 238.000 Pflücker/innnen und Fabrikbeschäftigte in Brasilien und 250.000 Beschäftigte im deutschen Einzelhandel. Eine neue Studie der Christlichen Initiative Romero (CIR) und ver....

(C) 2013 Ver.di Niedersachsen/Bremen - Fachbereich Handelzuletzt aktualisiert: 23.07.2017