Liebe Kunden und Kundinnen der EDEKA,

wir lieben gute Lebensmittel.

Wir lieben auch gute Arbeitsbedingungen.

Und die hat EDEKA nur dort zu bieten, wo starke Betriebsräte sind und nach ver.di Tarifvertrag bezahlt wird.

Leider geht die EDEKA einen anderen Weg: sie verkauft immer mehr Märkte an selbständige Einzelhändler. Diese so genannte „Privatisierung“ ist oft Lohndumping! Denn: Minijobs, Befristungen, Werkverträge und bis zu 40% weniger Gehalt führen zu teilweise mehr als schwierigen Arbeitsbedingungen.

Auf diesem Blog informieren wir über die Hintergrunde dieser gefährlichen Vertriebsstrategie: Mehr darüber in der Broschüre Schöne Neue Handelswelt unter Hintergründe (bundesweit).

Und darüber, wie es in der Gewerkschaft ver.di organisierte, mutige Beschäftigte geschafft haben und schaffen, ihr Recht auf gute Arbeit durchzusetzen. Auch bei EDEKA. Dazu berichten wir aktuell in den lokalen Blogs (Wolfsburg, Bad Gandersheim, Winsen/Aller).

Wir sind sicher: Viele Kund/innen von Edeka erwarten:

  • Sichere, gesunde Arbeitsplätze

  • Armutsfeste Löhne: Tarifbindung für alle Beschäftigten. Nur dadurch ist gewährleistet, nicht auf den Staat angewiesen zu sein und im Alter eine sichere Rente zu bekommen.

Denn: wo Edeka drauf steht muss auch Edeka drin sein. – ver.di fordert von der Edeka die volle Übernahme für Tarifbindung und Betriebsräte für alle Beschäftigten, die unter der Edeka Dachmarke arbeiten.

  • Edeka stellt sich in der Öffentlichkeit oft als ein Unternehmen dar, weicht aber aus, wenn es um die Verantwortung für die ca. 150.000 Beschäftigten in ausgegliederten („privatisierten“ Märkten“) geht.

  • Die so genannte „Selbständigkeit“ der Kaufleute ist stark eingeschränkt: So werden von den Kaufleuten höhere Mieten und höhere Großhandelspreise als vorher im Regiebetrieb verlangt.

  • Es gibt eine allgemeine Zentralisierung und Ansiedlung von Unternehmensfunktionen bei allen Regionalgesellschaften, so auch bei der Edeka Minden:

    • der Großteil des Einkaufs wird gesteuert

    • die Kaufleute werden strategisch beraten

    • die Werbung wird zentral gesteuert

    • Investitionen und Schulden werden durch die Edeka Bank gesteuert

    • Basissortiment wird gesteuert

    • die Personalabrechnung wird gesteuert

    • die Ausbildung wird zentral gesteuert

    • die Revision wird zentral gesteuert

    • Buchhaltungsservice wird gesteuert

    • Kaufleute können oft nicht ohne Genehmigung „ihre“ Märkte so umbauen wie sie es wünschen

    • viele Marktgebäude gehören nicht den „Selbständigen“ sondern der Immobiliengesellschaft der Hannover-Minden.

  • Zugespitzt formuliert: Die Edeka lässt den Selbständigen die Senkung der Personalkosten als fast einzigen Spielraum. In diesem Zusammenhang ist die Tarifflucht, die meist mit Ausgliederung („Privatisierung“) einhergeht einzuordnen.

  • Edeka hat jedoch allein 2012 1,34 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern erzielt. Von dem Geld lässt sich durchaus Tarifbindung und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten, die unter der Dachmarke Edeka arbeiten finanzieren.

Weitere Informationen:

Warich, Bert/Neumann, Matthias (2014): „Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung im selbständigen Einzelhandel der Edeka“, Hans Böckler Stiftung


Tipp: Woher weiß ich, ob in meinem EDEKA Markt nach Tarif gezahlt wird oder ob er „privatisiert“ ist? Steht ein privater Name auf dem Markt draußen? Dann wird wahrscheinlich nicht nach Tarif gezahlt. Nur dort, wo die Märkte von der EDEKA selber betrieben werden wird ausnahmslos nach Tarif gezahlt und ist Mitbestimmung durch starke Betriebsräte gewährleistet.

EDEKAnns-besser.de

(C) 2013 Ver.di Niedersachsen/Bremen - Fachbereich Handelzuletzt aktualisiert: 19.09.2017